Schuljahr 2025/2026
Grundschulen Bad Liebenzell (Zweigstelle Unterhaugstett): Robotik begeistert an den Reuchlin-Grundschulen
Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg unterstützt im Auftrag des Kultusministeriums Baden-Württemberg landesweit Grundschulen mit Robotik-Sets. Über dieses Ausschreibungsverfahren konnten auch die Reuchlin-Grundschulen in Bad Liebenzell entsprechende Baukästen anschaffen. An der Grundschule Unterhaugstett startete das Projekt nun in einer vierten Klasse, in den ersten Stunden gemeinsam mit einer dritten Klasse. Die Robotik-Sets stehen allen Reuchlin-Grundschulen in Bad Liebenzell sowie den Außenstellen Unterhaugstett und Möttlingen zur Verfügung.
Zu Beginn lernten die Kinder die Regeln im Umgang mit dem Material sowie die zentralen Bauteile kennen: Farbsensor, Lichtmatrix, Hub mit integriertem Gyrosensor und Motor. Schnell wurde deutlich, dass es nicht nur um das Bauen geht, sondern vor allem um das Verständnis von Programmierung: Was ist ein Roboter? Wie funktionieren Befehle? Und wie setzt man Abläufe logisch um?
Der Einstieg erfolgte mit dem Bau eines Fahrzeugs. Dieses sollte so programmiert werden, dass es exakt einen Meter weit fährt. Zunächst schätzten die Schülerinnen und Schüler, wie viele Radumdrehungen nötig sein könnten. Anschließend probierten sie verschiedene Einstellungen aus, veränderten ihre Programme und näherten sich Schritt für Schritt dem Ziel. Dabei stand das eigenständige Ausprobieren im Vordergrund. Gearbeitet wurde dabei zu zweit oder in kleinen Teams. Für das Erstellen, Testen und Anpassen ihrer Programme nutzten sie iPads, die mit dem Hub verbunden waren.
Im weiteren Verlauf entstanden ein programmierbarer Timer – etwa für sportliche 20-Sekunden-Challenges – sowie ein Riesenrad zum Thema Brüche. Eine volle Umdrehung entsprach einem Ganzen; Viertel-, Halb- oder Dreiviertelumdrehungen wurden praktisch umgesetzt und entsprechend programmiert.
Auch im Deutschunterricht wurde die Robotik eingebunden: Nach einem Sachtext zum automatischen Tor entwickelten die Kinder eigenständig ein Modell, das sich mithilfe eines Sensors öffnet und zeitverzögert wieder schließt. Ähnlich arbeiteten sie bei einer selbst konstruierten Müllsortieranlage.
Im Englischunterricht stand schließlich „My Moving Animal“ auf dem Programm. Ohne Bauanleitung entwarfen die Schülerinnen und Schüler eigene Tiere, programmierten deren Bewegungen und stellen sie auf Englisch vor.
Die Motivation war durchweg hoch. Viele Kinder arbeiteten mit großer Begeisterung, brachten kreative Ideen ein und machten sowohl beim Bauen als auch beim Programmieren überzeugende Vorschläge. Einige fanden sich sehr schnell zurecht, während andere mehr Zeit und Unterstützung benötigten. Gerade dieses gemeinsame Tüfteln, Ausprobieren und Verbessern machte den besonderen Reiz des Projekts aus.
Text: Christine Kandziora-Riechert
